Am nordöstlichen Rand von Wetzikon, entlang der «Tösstalstrasse», befindet sich das Areal Vogelsang. Eingebettet zwischen Wald und Kulturland weist der Standort eine ländliche Stimmung auf mit atemberaubender Weitsicht ins Grüne und die Alpen. Entstanden ist das Areal Vogelsang in zwei Etappen. Die erste in den 70er-Jahren war geprägt von der Göhner Bauweise, dem industriellen, vorfabrizierten und repetitiven Bauen. Die zweite Bauetappe aus den 80er-Jahren lehnt sich städtebaulich an die erste Etappe an. In der Konstruktion jedoch unterscheidet sie sich stark von der ersten, wurde doch die industrielle Bauweise nicht wiederholt. Konsequent weiterentwickelt wurde dafür die Gestaltung des Aussenraums. Das so entstandene Wechselspiel zwischen bebautem und leerem Raum hat das Areal zu einem charaktervollen und einheitlichen Ganzen geformt. Das vorgesehene Sanierungs- und Aufstockungskonzept wird eine zusätzliche Angleichung der zwei Bauetappen mit sich bringen, wodurch die Einheitlichkeit und Zusammengehörigkeit im Areal noch gestärkt wird. Die Aussenräume in der bestehenden Siedlung sind nicht scharf abgegrenzt und definieren einen kontinuierlichen Raumfluss. Dennoch lassen sich Räume mit eigenem Charakter und unterschiedlicher Aufenthaltsqualität erkennen. In dieses System ordnen sich zwei neue Aussenräume ein. Der Platz am Übergang zwischen den Eigentumshäusern und dem restlichen Areal wird zu einer Begegnungs- und Verbindungszone. Hier findet das Leben und Zusammenleben statt. Ein grosser Nussbaum, welcher im ausgewachsenen Zustand die umliegenden Gebäude überragen darf, unterstreicht die soziale Bedeutung dieses Raumes und ist zugleich ein Wahrzeichen für das ganze Quartier. Der Charakter dieses Raums soll einem Dorfplatz ähnlich sein. Der zweite Aussenraum, welcher zwischen den Neubauten entsteht, führt die Reihe der ineinander greifenden Aussenräume fort und bildet zugleich deren Abschluss (oder Beginn). Dieser Raum nimmt einen ganz starken Bezug zur angrenzenden Landwirtschaftszone auf und er manifestiert die Öffnung der Siedlung. Das Areal Vogelsang soll in seinen Konturen gefestigt werden und als solches weiterhin erkennbar bleiben. Das vorgeschlagene Projekt versteht sich daher als Bestätigung und Ergänzung der bestehenden städtebaulichen Situation. Die abzubrechenden Altbauten werden an ähnlicher Stelle in neuer Volumetrie ersetzt. Dabei entstehen zwei Aussenräume, welche im Ansatz bereits vorhanden waren, nun aber als qualitativ hochstehende Aufenthaltsorte proportioniert und gestaltet werden. Die zwei Neubauten sind in ihrer Grösse und Form unterschiedlich. Damit reagieren sie auf die unmittelbare Umgebung und es ergibt sich eine Fülle an verschiedenartigen Wohnungstypen. 47 von 51 Wohnungen verfügen dabei über eine direkte Sicht in die Landwirtschaftszone und es stehen 24 unterschiedliche Grundrisstypen zur Verfügung.

  • Architektur
  • Entwicklung

Programm: Studienauftrag
Leistungen: Projektierung
Auftraggeber: Privat
Projektdauer: 2016

Ort: Vogelsang-Areal, Wetzikon

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